ein tier bald wie­der hei­ter, 1940,64, Paul Klee

 

 

Der Pan­ther Im Jar­din des Plan­tes, Paris

Sein Blick ist vom Vor­über­gehn der Stä­be
so müd gewor­den, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tau­send Stä­be gäbe
und hin­ter tau­send Stä­ben kei­ne Welt.

Der wei­che Gang geschmei­dig star­ker Schrit­te,
der sich im aller Kleins­ten Krei­se dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mit­te,
in der betäubt ein gros­ser Wil­le steht.

Nur manch­mal schiebt der Vor­hang der Pupil­le
sich laut­los auf –. Dann geht ein Bild hin­ein,
geht durch der Glie­der ange­spann­te Stil­le –
und hört im Her­zen auf zu sein.

Rai­ner Maria Ril­ke
aus der Samm­lung: Neue Gedich­te