Dämmerung.James Salter

«Zwan­zig Minu­ten» lau­tet der Titel der zwei­ten Erzäh­lung die­ser Samm­lung, und sie beginnt so: «Dies pas­sier­te einer Frau mit Namen Jane Vare in der Nähe von Car­bonda­le. Ich traf sie auf einer Par­ty. Sie saß auf einer Couch, und ihre Arme lagen aus­ge­streckt auf der Leh­ne und in einer Hand hat­te sie einen Drink.Wir spra­chen über Hun­de.» Jane Vare ist Rei­te­rin, und bei einem Sprung über einen Gra­ben stürzt sie vom Pferd und bleibt hilf­los lie­gen. Sze­nen ihres Lebens schie­ßen ihr durch den Kopf — der Betrug ihres Man­nes, ihre Ver­su­che, einen Lieb­ha­ber zu fin­den. Als sie ins Kran­ken­haus gebracht wird, ist es zu spät — sie bleibt gelähmt.
Sal­ters erzäh­le­ri­sche Welt ist sofort erkenn­bar. Sei­ne Geschich­ten sind stil­si­cher, aus ihnen spricht Witz und Lako­nie. Eine kom­pro­miß­lo­se Ehr­lich­keit und die Sinn­lich­keit der Spra­che machen den Autor zu einem moder­nen Klas­si­ker der ame­ri­ka­ni­schen Lite­ra­tur.

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