Das dunkle Fest des Lebens.Gerhard Meier/Werner Morlang

«Die alte grie­chi­sche Ein­sicht, dass die Welt aus Klang oder ein Klang sei, trifft wohl zu. Ich war davon über­zeugt, lan­ge bevor ich es von den Grie­chen erfah­ren habe. Die Welt ist letzt­lich ein Klang. Viel­leicht bin ich ein ver­hin­der­ter Musi­ker, obschon ich theo­re­tisch von Musik nichts ver­ste­he, aber ich habe ein Leben lang mit der Musik gelebt. Die Musik ist struk­tu­riert wie die Welt, hat also mit Wie­der­ho­lung und Anklän­gen zu tun. Und das Musi­ka­li­sche, das in unse­rem Lebens­lauf, in den so genann­ten Schick­sa­len anklingt, ist etwas sehr Bewe­gen­des, auch wenn wir es nicht bewusst als musi­ka­li­sches Phä­no­men erle­ben. Dar­um sind wir im Grun­de genom­men alle auf Musik ein­ge­stimmt, der eine auf das Jodel­lied, der ande­re auf eine Mazur­ka, wie­der ein ande­rer auf Gus­tav Mah­lers Neun­te. Die Musik spielt eine unge­heu­re Rol­le, weil in der Musik, in den Ton­fol­gen drin so viel Unsag­ba­res dann doch irgend­wie offen­bar wird.»
Ger­hard Mei­er in den Amrai­ner Gesprä­chen

zur Über­sicht