Der Klavierstimmer.Marcel Mercier

Ein berühm­ter ita­lie­ni­scher Tenor wird wäh­rend der Auf­füh­rung von Puc­ci­nis «Tos­ca» auf offe­ner Büh­ne erschos­sen. Die Kin­der des Täters, die Zwil­lin­ge Patri­ce und Patri­cia, rei­sen nach Ber­lin, um zu ver­ste­hen, wie es zu die­ser Tat kom­men konn­te. Schicht für Schicht legen sie die Beweg­grün­de frei, die ihren Vater, einen legen­dä­ren Kla­vier­stim­mer und glück­lo­sen Opern­kom­po­nis­ten, zur Waf­fe grei­fen lie­ßen. Jah­re zuvor waren sie vor ihrer inzes­tuö­sen Lie­be in ver­schie­de­ne Hemi­sphä­ren geflo­hen. Ihr Wie­der­se­hen und die zunächst unbe­greif­li­che Tat des Vaters füh­ren dazu, daß sie ihre Sprach­lo­sig­keit been­den und auf­schrei­ben, wie sie ihre eins­ti­ge Inti­mi­tät erlebt haben. Ein befrei­en­der Pro­zeß des Erin­nerns beginnt.

 

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