Einsame Tanne 1932,28, Paul Klee

Ein­sa­me Tan­ne 1932,28, Paul Klee

 

Hin­ter der Son­ne rechts
dann einen
Stern­schnup­pen­au­gen­blick
gera­de­aus
da wohnt die Ein­sam­keit

ich ent­reis’ mich ihr
mit stil­ler Kraft
von der Erde los­ge­ket­tet
spür ich mein eis­kal­tes Blut
gefro­re­nes Leben
viel­leicht

doch Hoff­nung blüht
wenn das schnitt­be­rei­te Land
die Som­mer­flü­gel brei­tet
duft­hei­lig die Luft
kei­men­des Leben
gewiss

 

© Manue­la Müh­let­ha­ler
(auf­ge­nom­men in die Antho­lo­gie der
Biblio­thek deutsch­spra­chi­ger Gedich­te)

 

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