Lily und Paul Klee nach der Zivil­trau­ung,
Bern, 15.9.1906

Paul Klee: klei­nes Erin­ne­rungs­bild Lily, 1905,21

Paul und Lily Klee

Bevor sich Lily Stumpf und Paul Klee ver­lob­ten, fes­tig­ten sie ihre Bezie­hung über einen inten­si­ven Brief­wech­sel. Aus Freund­schaft wur­de Lie­be. Lilys Vater, Medi­zi­nal­rat Lud­wig Stumpf, war gegen die­se Ver­bin­dung. Aus die­sem Grund führ­ten die bei­den ihre Ver­bin­dung in aller Heim­lich­keit. Beson­ders Lily stemm­te sich gegen die Vor­schrif­ten des Vaters und arran­gier­te immer wie­der Zusam­men­künf­te. Sie tra­fen sich auf Rei­sen. Der Vater locker­te jedoch irgend­wann sei­ne Blo­cka­de und ab da traf sich das Paar im Eltern­haus Paul Klees in Bern.

Im Novem­ber 1905 gaben die bei­den ihre Ver­lo­bung bekannt und am 15. Sep­tem­ber 1906 hei­ra­te­ten sie auf dem Stan­des­amt in Bern.

Lily Klee war musi­ka­lisch und lite­ra­risch zumin­dest eben­so gebil­det wie Paul Klee. Dar­über hin­aus las sie gesell­schafts­kri­ti­sche Lite­ra­tur und hing femi­nis­ti­schen Ide­en nach, war also in der Ent­schie­den­heit ihrer intel­lek­tu­el­len Eman­zi­pa­ti­on von ihrer bür­ger­li­chen Klas­sen­be­stim­mung Klee über­le­gen.

 

Quel­len­an­ga­be
-Paul Klee – Leben und Werk, Her­aus­ge­ber: Zen­trum Paul Klee, Bern
-Paul Klee – Kunst und Kar­rie­re, Schrif­ten und For­schun­gen zu Paul Klee, Band 1, Stämpf­li Ver­lag Bern