Max Hugg­ler (* 12. Okto­ber 1903 in Bern; † 25. Novem­ber 1994 in Ber­lin) war ein Schwei­zer Kunst­his­to­ri­ker, Muse­ums­di­rek­tor und Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor. Er wur­de als Sohn des Poli­zei­wacht­meis­ters Mel­chi­or Hugg­ler in Bern gebo­ren. Dort absol­vier­te er ein Stu­di­um der Evan­ge­li­schen Theo­lo­gie und Kunst­ge­schich­te. Ers­te beruf­li­che Tätig­kei­ten führ­ten ihn nach Ber­lin. 1928 pro­mo­vier­te er bei Artur Wee­se in Bern, 1931 über­nahm er die Lei­tung der Kunst­hal­le Bern, wo er auch die Her­mann und Mar­grit Rupf-Stif­tung betreu­te. Schon 1933 ver­an­stal­te­te er hier eine gros­se Aus­stel­lung für Ernst Lud­wig Kirch­ner. 1932 folg­te eben­falls in Bern die Habi­li­ta­ti­on in Kunst­ge­schich­te über den Bil­der­kreis in den Hand­schrif­ten der Alex­an­der-Apo­ka­lyp­se.  1944 wech­sel­te er in die Lei­tung des Kunst­mu­se­ums Bern, dem er bis 1965 vor­stand. 1947 depo­nier­te die Paul-Klee-Stif­tung den Nach­lass des Malers dort. 1946 wur­de Hugg­ler als Pro­fes­sor an die Uni­ver­si­tät Bern beru­fen, wo er als Extra­or­di­na­ri­us bis 1973 Kunst­ge­schich­te lehr­te. Hugg­ler war von 1945 bis 1950 Mit­glied der Eid­ge­nös­si­schen Kunst­kom­mis­si­on (EKK). Von 1949 bis 1955 war er Prä­si­dent des Schwei­zer Kunst­ver­eins, ab 1952 des Ver­ban­des der Schwei­zer Kunst­mu­se­en und von 1960 bis 1966 des schwei­ze­ri­schen Komi­tees des Inter­na­tio­na­len Muse­ums­rats (ICOM).

Wohn­sit­ze hat­te er unter ande­rem in Sent, wo ihn mit dem Künst­ler Not Vital eine Freund­schaft ver­band, Rom und Pos­chia­vo.

Die bedeu­tends­ten Wer­ke aus sei­ner pri­va­ten Samm­lung hat er dem Kunst­mu­se­um Bern ver­macht. Rund 80 Wer­ke der rest­li­chen Samm­lung, dar­un­ter Bil­der von Cuno Amiet, Joseph Beuys, Max Böh­len, Edu­ar­do Chil­li­da, Sam Fran­cis, Rolf Ise­li, Ernst Lud­wig Kirch­ner, Paul Klee, Joan Miró, Pablo Picas­so, Mim­mo Rotel­la, Mario Schi­fa­no und Mark Tobey wur­den 2007 in Bern ver­stei­gert.

Bildnis Dr. Huggler - Holzschnitt - 50 x 35 cm - Kirchner Museum Davos
Bild­nis Dr. Hugg­ler, Kirch­ner Muse­um Davos
Holz­schnitt 50 x 35 cm