The Hours

Die Ver­fil­mung stammt aus dem Jahr 2002 und ist mit dem Pulit­zer-Preis aus­ge­zeich­net. Grund­la­ge des Films ist der Roman Die Stun­den (Ori­gi­nal­ti­tel: The Hours) von Micha­el Cun­ning­ham.
Der Film ver­folgt das Schick­sal drei­er Frau­en aus ver­schie­de­nen Gene­ra­tio­nen, deren Leben mit Vir­gi­nia Woolfs Roman Mrs. Dal­lo­way in Bezug ste­hen. Er ver­folgt die Leben der drei Prot­ago­nis­tin­nen jeweils einen Tag von mor­gens bis abends. So spielt der Film in drei Zeit­ebe­nen: 1923, 1951 und in der Gegen­wart. Er bedient sich des fil­mi­schen Mit­tels der Par­al­lel­mon­ta­ge. Die Zeit­ebe­ne 1923 erzählt die Geschich­te von Vir­gi­nia Woolf, die mit ihrem Schrift­stel­ler­gat­ten Leo­nard Woolf in der eng­li­schen Pro­vinz lebt. Umsorgt von ihrer Fami­lie und dem Arzt beginnt sie den Roman Mrs. Dal­lo­way. 1951 berei­tet Lau­ra Brown mit ihrem klei­nen Sohn den Geburts­tag ihres Ehe­manns Dan vor und liest eben­die­sen Roman, der sie stark beein­flusst. In der Gegen­wart berei­tet Cla­ris­sa Vaug­han eine Preis­ver­lei­hungs­par­ty für ihren an AIDS erkrank­ten Freund Richard Brown vor. The Hours kann damit als eine moder­ne Ver­si­on von Mrs. Dal­lo­way ange­se­hen wer­den. Vom Ver­fas­ser zum Leser, bis hin zur leben­den heu­ti­gen Ver­si­on von Mrs. Dal­lo­way: Cla­ris­sas Leben ist so sehr ver­bun­den mit der Roman­fi­gur Mrs. Dal­lo­way, dass es erscheint, sie sei Mrs. Dal­lo­way.
Vir­gi­nia wacht eines Tages im Jahr 1923 mor­gens auf und hat eine Idee für ihren neu­en Roman. Sie fängt an, Mrs. Dal­lo­way zu schrei­ben. Ihre Arbeits­pha­sen zuvor waren stets geprägt von Pha­sen der Lethar­gie, Depres­si­on und von psy­chi­schen Stö­run­gen. Ihr Leben kommt ihr durch ihren Mann und die Ärz­te fremd­be­stimmt vor. Sie fühlt sich gefan­gen und ver­sucht, die­se Gefüh­le in Mrs. Dal­lo­way zu Papier zu brin­gen.
Im Jahr 1941 ent­schließt sie sich, im Fluss zu ster­ben. Die­ser letz­te Hand­lungs­strang bil­det den Rah­men des gesam­ten Fil­mes.
zu Über­sicht